8.9.2014
Der Tierpark trauert um Makombe

Der Tierpark Ströhen trauert nach dem Tod der 28 Jahre alten Elefantenkuh Makombe. Der Elefant musste nach längerer Erkrankung am Montagabend im Tierpark eingeschläfert werden. da sich seine Erkrankungen an den Vorderbeinen trotz Behandlungen nicht verbesserte.

 

 

Makombe ist zusammen mit 3 weiteren afrikanischen Elefantenkühen im Jahr 1989 aus Simbabwe nach Deutschland in den Tierpark Ströhen gekommen Zu diesem Zeitpunkt wurden in dem afrikanischen Land Elefantenbestände dezimiert um das Nahrungsangebot für die Restpopulation sicherzustellen.

Durch Ausweitung von Siedlungsgebieten wurde der Lebensraum in einigen Gebieten so stark eingeschränkt, dass nur eine Verkleinerung der Bestände ein Überleben der Art sichern konnte.

Um einen Abschuss von Tieren zu vermeiden wurden hierbei ausgewählte Jungtiere für die Haltung in Zoos zur Verfügung gestellt. Aus einem dieser Programme stammt auch die Gruppe, die seit 1989 im Tierpark Ströhen lebt.

 

 

Die Elefanten wurden von Beginn an intensiv im Tierpark betreut und ausgebildet. Die Ausbildung und der spätere Einsatz beim Elefantenreiten dienten dazu, den Tieren eine intensive Beschäftigung und regelmäßige Bewegung zukommen zu lassen um den Bedürfnissen der Tiere möglichste gerecht zu werden.

 

Von den 4 importierten Elefanten verstarb Machibi bereits mit 2 Jahren an einer Darminfektion. Vor 2 Jahren gab der Tierpark die Leitkuh Kariba an den Olmense Zoo in Belgien ab, da sie sich mit einer der anderen Elefantenkühe nicht mehr gut vertragen hatte. Karibe lebt seit dem glücklich in einer neuen Gruppe in dem belgischen Zoo.

 

 

Bei Makombe stellte sich im Frühjahr diesen Jahres eine Lahmheit am Vorderbein ein, weshalb der Tierpark seit dem auf das Elefantenreiten verzichtet hat. Trotz intensiver Behandlung und unter Zuhilfenahme der bekannten Zootierärztin Dr. Angelika Wimmer (Leipzig) und dem Elefantenexperten Roy Smith verschlechterte sich Makombes Zustand in den letzten Wochen immer mehr. Es kam sogar zu einem Festliegen, wonach Makombe nur mit Hilfe von Hebeeinrichtungen wieder aufgestellt werden konnte.

 

 

Am Montagnachmittag verschlechterte sich Makombes Zustand trotz aller Bemühungen so sehr, dass nach Absprache aller Beteiligte eine Euthanasie des Tieres unumgänglich war, um weiteres Leiden zu vermeiden. Der Körper des Tieres wurde aus wissenschaftlichen Gründen und zur weiteren Untersuchung in die Pathologie der Tierärztlichen Hochschule in Hannover verbracht.

 

 

Die Elefantenkuh Sambesi bleibt vorerst alleine zurück. Da eine Einzelhaltung von Elefanten den sozialen Bedürfnissen nicht gerecht wird, erwägt die Tierparkleitung Sambesi mit einer neuen afrikanischen Elefantenkuh zu vergesellschaften oder, falls dies nicht möglich sein sollte, Sambesi in einer anderen Gruppe unterzubringen.

 

  
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