26.2.2020
Luchse aus dem Tierpark Ströhen erobern die Freiheit
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Die drei kleinen Luchse Juri, Lotus und Juna, die 2019 im Tierpark Ströhen zur Welt gekommen sind, haben ihre erste und wohl auch spannendste Reise angetreten. Die drei Nachkommen aus dem Tierpark Ströhen sind für ein Wiederaussiedlungsprojekt an der polnisch-deutschen Grenze vorgesehen. Die Westpommersche Naturgesellschaft, hat die Tiere übernommen und wird sie nun auf das Leben in der Freiheit vorbereiten. Die Gesellschaft mit Sitz in Szezczin, Polen, arbeitet seit vielen Jahren mit der polnischen Regierung und dem WWF zusammen und begleitet die Wiederansiedlung von Luchsen, Bisons und verschiedenen Vogelarten.

 

Der Luchs wurde über viele Jahrhunderte stark verfolgt. Im frühen 20 Jahrhundert galt der Luchs in Westeuropa als nahezu ausgestorben. Seit den 70er Jahren gibt es zahlreiche Wiederansiedlungsprojekte, die den Luchs in seine ursprünglich heimischen Wälder zurückbringen sollen. Der Gesamtbestand der freilebenden Luchse in Europa wird zurzeit auf etwa 7000 Tiere geschätzt.

 

Die 3 kleinen Luchse aus dem Tierpark Ströhen werden in den nächsten Wochen gezielt auf die Auswilderung vorbereitet, bevor sie in die Freiheit entlassen werden. „Wir freuen uns sehr, dass die 3 Halbstarken für das Projekt geeignet sind. Gespannt warten wir auf die ersten Bilder der Tiere in freier Wildbahn." so Yvonne Habermann, Pressesprecherin des Tierparks.

 

„Das Beute jagen haben die Tiere bisher nicht erlernen müssen, jedoch ist der Beutetrieb bei Katzen sehr ausgeprägt und langjährige Erfahrungen zeigen, dass die Tiere in wenigen Tagen verstanden haben, wie sie ihre Nahrung zukünftig erbeuten können. Gleichzeitig werden die Tiere mit einem Sender ausgestattet so, dass wir jede Bewegung der Tiere in freier Wildbahn verfolgen können." erklärt Aleksandra Smaga, von der Westpommerschen Naturgesellschaft, die das Projekt unmittelbar betreuen wird. „Natürlich werden wir den Tierpark Ströhen auf dem Laufenden halten, wie sich die drei entwickeln und welche Wege sie einschlagen werden."
„Wir versprechen, dass wir unsere Tierparkfreunde regelmäßig über Neuigkeiten von den „Auswanderern" informieren werden." freut sich Habermann auf das Projekt.

 

Artenschutz ist eine der Hauptaufgaben des Tierpark Ströhen. Seit über 60 Jahren beteiligt sich der Tierpark an Arterhaltungsprojekten und Zuchtprogrammen und trägt dazu bei, dem Aussterben vieler Tierarten entgegen zu wirken.

 

Aufgrund der wachsenden Bedrohung für viele Tierarten hat der Tierpark Ströhen in diesem Jahr das Thema Artenschutz zu seinem Kernthema ernannt und möchte neben seiner Arbeit in der Arterhaltungszucht dem Thema Artenschutz eine ganz besondere Plattform geben.

  
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