19.3.2020
Wie erleben Zoos und Tierparks die Corona Pandemie

Tierparks und Zoos in großer Not

Der Tierpark Ströhen macht sich große Sorgen um die zukünftige finanzielle Situation aufgrund ausbleibender Einnahmen als Folge der Corona-Krise

 

Die derzeitigen Einschränkungen aufgrund der Corona Pandemie machen vielen Unternehmen und Arbeitnehmern größte Sorgen, da es für kaum jemanden vorhersehbar ist, was die weitere Entwicklung mit sich bringen wird und welche weiteren Einschränkungen und wirtschaftlichen Schäden zu tragen sein werden.

 

Besonders hart treffen wird es die Tierparks und Zoologischen Gärten, da die angeordnete Schließung zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt geschieht. Zoos und Tierparks generieren den größten Teil ihres Umsatzes in den Frühlings- und Sommermonaten, in der Zeit, in der die Menschen an die frische Luft und in die Sonne strömen, nachdem sie 4-5 Monaten graues Winterwetter in Deutschland hinter sich gebracht haben.

 

„Allein die Monate März bis Mai machen bei uns ca. 50 % des Jahresumsatzes aus, da in diesen Monaten die großen Feiertagswochenenden wie Ostern, 1. Mai, Himmelfahrt und Pfingsten stattfinden, in denen die zoologischen Gärten traditionell sehr stark besucht werden“ so Dr. Nils Ismer, Leiter und Inhaber des privat geführten Tierparks in Ströhen.

 

Durch den abzusehenden Wegfall dieser Einnahmen stehen viele Tierparks und Zoos vor dem finanziellen aus. Hinzu kommt, dass die Zoos mit der Betreuung der Tiere die Betriebskosten auch bei einer Schließung nur unwesentlich drosseln können, da die Pflege und Versorgung der Tiere oberstes Gebot hat und die Mitarbeiter nicht freigestellt werden können.

 

Das heißt, strotz Schließung und wegbrechender Einnahmen, bleiben die Kosten annähernd gleich.

Da mit der Schließung auch der Restaurations- und Merchandisingeinnahmnen ausbleiben, verschlechtert sich die Situation umso mehr.

 

Dr. Ismer warnt bereits jetzt vor großen Problemen bei den Einrichtungen, die für viele Menschen einen wichtigen Teil ihrer Freizeitgestaltung und der Erholung darstellen. Und es geht nicht nur um die Gäste, es geht vor allem um die Tiere, deren Versorgung weiterhin gewährleistet sein muss.

„Wir hoffen natürlich auf die Unterstützung der Bundesregierung und des Landes sowie es in den letzten Tagen angekündigt wurde, allerdings wissen wir auch, das bürokratische Vorgänge eine gewisse Zeit brauchen und bezweifeln, dass diese Hilfe auch nur annähernd den entstehenden Schaden abfangen kann.“ so Dr. Ismer.

 

Der Tierpark hat sich derweil darauf konzentriert, neue Wege zu finden, um Einnahmen für den Erhalt des Betriebes zu generieren. Neben der Bitte um Zuwendungen bietet er auch besondere Leistungen an, die jetzt bereits gebucht werden können und in dem Moment, wenn der Tierpark wieder geöffnet hat, abgerufen werden können. Hierbei bietet der Tierpark einige einmalige Erlebnisse, die wohl nur im Tierpark Ströhen in dieser Art erlebt werden können, wie unter anderem ein Picknick mit Elefanten oder auch ein Meeting mit den Lemuren oder den Tapiren.

„Ich denke, die fairste Variante ist der Kauf einer Jahreskarte. Hiermit hat man nicht nur die Möglichkeit, den Tierpark während eines ganzen Jahres zu besuchen, sondern auch viele Event, die über das Jahr im Tierpark stattfinden, wie z. B. den Weihnachtszirkus.“ so Ismer weiter.

Jede Jahreskarte, die jetzt Online gekauft wird, ist ab der Wiedereröffnung des Tierparks für ein ganzes Jahr gültig. Mit diesen Maßnahmen versucht der Tierpark Ströhen wie auch andere Zoos, diese für alle sehr schwierige Situation zu überstehen und wünscht sich dabei die Unterstützung der öffentlichen Hand. Gerade jetzt können Freunde und Unterstützen den Zoologischen Einrichtungen den Rücken stärken.

  
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